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Ein High-Cube-Container (kurz HC) ist außen 2 896 mm hoch, also 9 Fuß 6 Zoll statt der 2 591 mm (8 Fuß 6 Zoll) eines Standardcontainers. Länge und Breite bleiben gleich. Er steht deshalb auf derselben Grundfläche, lässt sich mit Standardcontainern stapeln und wird mit denselben Geräten umgeschlagen.
Sie gewinnen 2 698 statt 2 393 mm Innenhöhe und rund 13 % mehr Volumen. Dafür zahlen Sie einen kleinen Aufpreis und bewegen auf der Straße ein rund 300 mm höheres Fahrzeug.
Wie hoch ist ein High-Cube-Container?
Die Differenz beträgt in allen drei Fällen 305 mm. Für die Beladung ist die Türöffnung das entscheidende Maß: Was höher als 2 585 mm ist, passt auch durch die Tür eines High Cube nicht, selbst wenn es innen Platz hätte. Die Außenhöhe ist durch ISO 668 festgelegt; Innen- und Türmaße sind Nennwerte und schwanken je nach Hersteller um einige Zentimeter.
- Außenhöhe — 2 896 mm (9 Fuß 6 Zoll), Standardcontainer 2 591 mm (8 Fuß 6 Zoll)
- Innenhöhe — 2 698 mm, Standardcontainer 2 393 mm
- Höhe der Türöffnung — 2 585 mm, Standardcontainer 2 280 mm
Innenmaße: 20, 40 und 45 Fuß High Cube
In Zentimetern hat der 40-Fuß-High-Cube innen 1 203,2 × 235,2 × 269,8 cm. Das Leergewicht liegt bei rund 3 950 kg, die Zuladung bei rund 26 530 kg bei 30 480 kg zulässiger Gesamtmasse.
- 40 Fuß High Cube — innen 12 032 × 2 352 × 2 698 mm (L × B × H), 76,4 m³, 28,3 m² Bodenfläche; außen 12 192 × 2 438 × 2 896 mm
- 20 Fuß High Cube — innen 5 898 × 2 352 × 2 698 mm, 37,4 m³, 13,9 m² Bodenfläche; außen 6 058 × 2 438 × 2 896 mm
- 45 Fuß High Cube — innen 13 556 × 2 352 × 2 698 mm, 86,0 m³, 31,9 m² Bodenfläche; außen 13 716 × 2 438 × 2 896 mm
- Türöffnung — bei allen drei Längen 2 340 × 2 585 mm (B × H)
Der Unterschied zum Standardcontainer
Weil die Bodenfläche identisch ist, passen in einen High Cube nicht mehr Paletten nebeneinander als in einen Standardcontainer. Die zusätzliche Höhe zahlt sich aus, wenn die Ware hoch ist, zweilagig gestapelt wird oder der Container umgebaut wird und nach Boden und Dämmung noch Kopfhöhe braucht.
- Höhe — 305 mm mehr außen, innen und in der Türöffnung
- Volumen — 40 Fuß: 67,7 statt 76,4 m³ beim HC; 20 Fuß: 33,2 statt 37,4 m³. Jeweils rund 13 % mehr
- Leergewicht — beim 40-Fuß-Container rund 200 kg mehr (3 950 statt 3 750 kg), beim 20-Fuß-Container rund 100 kg; das geht von der Zuladung ab
- Gleich bleiben — Länge, Breite, Bodenfläche, Lage der Eckbeschläge und die Zahl der Palettenplätze am Boden
- ISO-Typcode — 45G1 statt 42G1 bei 40 Fuß, 25G1 statt 22G1 bei 20 Fuß
Wann sich ein High Cube lohnt
- Hohe Ladung — Maschinen, Gestelle oder Regale, die höher als die 2 280 mm Türöffnung des Standardcontainers sind
- Zweilagige Paletten — zwei Lagen von je bis zu rund 1 290 mm passen durch die 2 585 mm hohe Tür, im Standardcontainer nur rund 1 140 mm je Lage
- Volumenfracht — leichte, sperrige Güter, bei denen das Volumen vor dem Gewicht ausgeht
- Lager, Werkstatt, Umbau — mehr Kopfhöhe nach Bodenaufbau und Dämmung; siehe Kondenswasser und Dämmung
- Nicht lohnend — bei dichter, schwerer Ladung, die das Gewichtslimit ohnehin vor der Höhe erreicht, oder wenn eine Durchfahrtshöhe auf der Zufahrt nicht reicht
Warum High Cube zum Standard geworden ist
Die zusätzliche Höhe kostet in der Fertigung wenig und bringt beim 40-Fuß-Container fast 9 m³ mehr Laderaum. Die Reedereien haben ihre Flotten deshalb darauf ausgerichtet: Der Großteil der neu gebauten 40-Fuß-Container sind High Cubes. Für Käufer bedeutet das bessere Verfügbarkeit, verlässlichere Preise und mitunter einen gebrauchten 40-Fuß-High-Cube, der günstiger ist als ein seltener gewordener 40-Fuß-Standardcontainer.
Bei 20 Fuß gilt das nicht: Der 20-Fuß-High-Cube ist in Europa ein ausgesprochen knapper Typ. Wer Höhe und Volumen braucht, bekommt einen 40-Fuß-High-Cube meist schneller.
Höhe im Straßenverkehr
In Deutschland darf ein Fahrzeug einschließlich Ladung höchstens 4,00 m hoch sein (§ 32 StVZO). Unter einem 2 896 mm hohen High Cube bleiben rechnerisch nur 1 104 mm für das Chassis — Die Auflagehöhe des Lieferfahrzeugs spielt beim High Cube deshalb eine viel größere Rolle, und auf der Zufahrt wird die Durchfahrtshöhe knapper als bei einem Standardcontainer.
Engpass ist selten die Autobahn, sondern Toreinfahrten, Unterführungen auf dem letzten Kilometer, Vordächer und Parkdecks. Messen Sie die niedrigste Stelle der gesamten Strecke, nicht nur die Einfahrt. Das ist in der Praxis der einzige echte Grund, einen Standardcontainer statt eines High Cube zu wählen.
Gooseneck-Tunnel
Die meisten 40-Fuß-High-Cubes haben an der Stirnseite gegenüber den Türen eine Aussparung im Bodenrahmen, den Gooseneck-Tunnel, damit der Container tief auf einem Gooseneck-Chassis liegt. Der Innenraum wird dadurch nicht kleiner, die Unterseite ist aber nicht eben. Setzen Sie den Container deshalb auf ebene Auflager unter den Eckbeschlägen, nicht quer über ungleich hohe Steine. Siehe Container-Fundament.