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Einen Container zu kaufen ist nicht kompliziert — die Entscheidungen müssen aber in der richtigen Reihenfolge fallen. Wer mit „Welcher Container?“ anfängt und erst am Ende fragt „Kommt der Lkw überhaupt aufs Grundstück?“, bezahlt am Ende eine Fehlanfahrt oder steht mit einer Einheit da, die nicht passt.
Beginnen Sie deshalb mit dem Stellplatz. Alles andere ergibt sich daraus.
1. Klären Sie, was der Stellplatz zulässt
Prüfen Sie vor allem anderen, ob ein Lieferfahrzeug den Stellplatz erreicht und den Container dort herunterbekommt. Als Planungsrichtwert braucht eine 20-Fuß-Lieferung per Kipp-Lkw rund 25 m gerade, befestigte Zufahrt und etwa 4 m Breite, ein 40-Fuß-Container rund 30 m. Auf der gesamten Strecke ist eine Durchfahrtshöhe von etwa 4,5 m nötig — nicht nur an der Einfahrt.
Reicht der Platz nicht, heißt die Lösung Kran-Lkw, kleinerer Container oder Abholung ab Depot. „Wir probieren es einfach“ ist keine Option, denn eine gescheiterte Anlieferung wird berechnet. Welches Fahrzeug was braucht, zeigt der Ratgeber Container-Lieferung.
Klären Sie im selben Schritt, ob der Container dort stehen darf und worauf er stehen soll. Je nach Bundesland, Nutzung und Standdauer kann ein aufgestellter Container eine Baugenehmigung brauchen — mehr dazu unter Container und Baugenehmigung. Mindestens vier ebene, tragfähige Auflagepunkte unter den Ecken sind das Minimum; die Varianten vergleicht Container-Fundament.
2. Wählen Sie die Größe
Volumen, Zuladung und Zufahrt ziehen in unterschiedliche Richtungen. 20 Fuß oder 40 Fuß stellt die Abwägung ausführlich dar. Kurz gesagt: Schwere, dichte Ware spricht für 20 Fuß, sperrige Ware für 40 Fuß — und eine schwierige Zufahrt spricht in jedem Fall für 20 Fuß.
3. Wählen Sie den Zustand
Stellen Sie sich eine einzige Frage: Wird der Container jemals als Frachtcontainer verschifft? Wenn ja, brauchen Sie Cargo Worthy mit gültiger CSC-Plakette. Wenn nein, reicht wind- und wasserdicht (WWT). Kommt es auf die Optik an, wählen Sie einen One-Trip-Container oder einen aufbereiteten Container in Wunschfarbe. Die Begriffe im Detail erklärt Container-Zustand.
Eine Zustandsklasse beschreibt eine Bandbreite, keine bestimmte Einheit. Wenn Sie den Container oder Fotos davon sehen können, gehen Sie die Checkliste zur Containerprüfung durch, bevor Sie ihn abnehmen.
4. Klären Sie, was „geliefert“ bedeutet
- Ab Depot — Sie holen selbst ab. Am günstigsten, wenn Sie ein geeignetes Fahrzeug haben.
- Frei Lieferadresse — der Normalfall in Europa; der Preis richtet sich nach Fahrzeugtyp und Zufahrt.
- Frei Hafen — für den Export; setzt voraus, dass bereits eine Buchung bei der Reederei besteht.
- CFR / CIF Bestimmungshafen — Überseelieferung nach Incoterms; die Kosten im Bestimmungsland trägt der Käufer.
Seecontainer kaufen inklusive Lieferung
Die meisten Käufer suchen keinen Container ab Depot, sondern einen Seecontainer inklusive Lieferung. Genau so kalkulieren wir: kein Stückpreis, zu dem später noch der Transport kommt, sondern ein Preis frei Lieferadresse — Container, Transport und Entladeverfahren in einer Zahl, auf Anfrage.
Der Transport macht oft einen erheblichen Teil der Gesamtsumme aus. Er hängt davon ab, aus welchem Depot die Einheit kommt, welches Fahrzeug Ihr Stellplatz verlangt und ob ein Kran nötig ist. Ein günstiger Container aus einem weit entfernten Depot ist geliefert deshalb nicht selten teurer als ein etwas teurerer aus der Nähe. Was die Lieferkosten im Einzelnen bestimmt, erklärt Container-Lieferung: Kosten; was hinter dem Containerpreis selbst steckt, zeigt Seecontainer-Preise.
Suchen Sie einen gebrauchten 20-Fuß-Container mit Lieferung, finden Sie die Optionen unter gebrauchte 20-Fuß-Container. Ein 20-Fuß-Container ist deutlich leichter anzuliefern als ein 40-Fuß: Er braucht rund 25 statt 30 m Zufahrt, und ein Kran-Lkw kann ihn auch auf Grundstücken absetzen, auf denen kein Platz zum Abkippen ist.
5. Stellen Sie eine Anfrage, die sich kalkulieren lässt
Ob Sie ein Angebot oder nur eine Schätzung bekommen, entscheidet sich an den Angaben in Ihrer Anfrage. Typ, Größe, Zustand, Stückzahl, Postleitzahl der Lieferadresse oder Bestimmungshafen und ein Satz zur Zufahrt genügen für eine belastbare Zahl. Ein Foto der Zufahrt hilft zusätzlich.
„Was kostet ein Container?“ lässt sich so nicht beantworten, weil der Transport oft einen erheblichen Teil des Gesamtpreises ausmacht und vollständig davon abhängt, wohin die Einheit geht. Die Anfrage stellen Sie über das Angebotsformular.
6. Lassen Sie sich vor der Zahlung alles bestätigen
- Die konkret zugeteilte Einheit oder Zustandsklasse und ob eine gültige CSC-Plakette dazugehört
- Was der Preis enthält — Container, Transport, Entladeverfahren, Steuern — und was nicht
- Das Lieferverfahren und wer dafür verantwortlich ist, dass der Stellplatz vorbereitet ist
- Die Annahmen zur Zufahrt schriftlich, damit eine Fehlanfahrt hinterher kein Streitpunkt ist
- Bei Überseelieferung den Incoterm und welche Kosten im Bestimmungsland anfallen
Typische Fehler beim Containerkauf
- Zufahrt nicht geprüft — der Container ist bezahlt, aber das Fahrzeug kommt nicht an den Stellplatz.
- Zu viel Zustand gekauft — Cargo Worthy für einen Lagercontainer, der nie bewegt wird.
- Zu wenig Zustand gekauft — ein WWT-Container, der später doch als Fracht verschifft werden soll.
- Nur den Stückpreis verglichen — entscheidend ist der Preis frei Lieferadresse, nicht der Preis ab Depot.
- Stellplatz nicht vorbereitet — ohne ebene Auflagepunkte verzieht sich der Container, und die Türen schließen nicht mehr sauber.
- Genehmigung vergessen — ob der Container auf dem Grundstück stehen darf, gehört vor den Kauf, nicht danach.
Container direkt im Hafen kaufen
Direkt beim Hafenterminal kaufen Sie in aller Regel keinen Container. Terminals schlagen Container im Auftrag der Reedereien um; die Container, die verkauft werden, gehören Reedereien, Leasinggesellschaften und Händlern und werden aus Containerdepots herausgegeben, von denen viele im oder direkt am Hafen liegen.
„Im Hafen kaufen“ heißt in der Praxis also: eine Einheit kaufen, die in einem Hafendepot steht. Das ist sinnvoll, wenn der Container dort mit Exportware beladen wird oder die Lieferadresse in der Nähe liegt. Für die Nutzung im Inland ist das richtige Depot dasjenige mit dem niedrigsten Preis frei Lieferadresse — und das ist oft nicht der Hafen. Wie es abläuft, erklärt Container im Hafen kaufen.