Container
ISO-Tankcontainer für flüssige Güter
Ein Druckbehälter aus Edelstahl in einem 20-Fuß-ISO-Rahmen, üblicherweise 21 000 bis 26 000 Liter, für Flüssigkeiten in loser Schüttung.
- Außenlänge
- 6 058 mm
- Zuladung
- 32 100 kg
Ein ISO-Tankcontainer ist ein zylindrischer Edelstahlbehälter in einem 20-Fuß-Containerrahmen von 6 058 × 2 438 × 2 591 mm. So lässt er sich mit normalem Container-Equipment umschlagen, stapeln und sichern und transportiert dabei Flüssigkeiten in loser Schüttung. Das übliche Nennvolumen liegt bei 21 000 bis 26 000 Litern.
Beim Tankcontainer ist die Spezifikation untrennbar mit der Ladung verbunden. Tankanweisung (T11, T14 usw.), Wanddicke, Armaturen, Ventilanordnung, Auskleidung sowie Druck- und Temperaturauslegung entscheiden gemeinsam, was rechtlich zulässig und sicher befördert werden darf. Ein Tank für ein Lebensmittel ist nicht automatisch für einen ätzenden oder gefährlichen Stoff geeignet.
Technische Daten
| Merkmal | 20 Fuß Tankcontainer (T11) |
|---|---|
| Außenmaße | |
| Länge | 6 058 mm19 ft 10.5 in |
| Breite | 2 438 mm8 ft |
| Höhe | 2 591 mm8 ft 6.0 in |
| Gewichte | |
| Leergewicht | 3 900 kg8 600 lb |
| Zulässige Gesamtmasse | 36 000 kg79 370 lb |
| Zuladung | 32 100 kg70 770 lb |
| Volumen | |
| Nennvolumen | 24 000 l6 340 US gal |
Bauweise & Ausstattung
- Rahmen
- 20-Fuß-ISO-Rahmen, 6 058 × 2 438 × 2 591 mm
- Tank
- Edelstahl, üblicherweise 21 000–26 000 Liter Nennvolumen
- Gängige Anweisung
- T11 — 6 bar Prüfdruck, Bodenentleerung mit drei Verschlüssen
- Optionen
- Dampf- oder Elektrobeheizung, Isolierung, Verkleidung, Schwallwände
- Prüfungen
- 5-Jahres- und 2,5-Jahres-Prüfung, vermerkt auf dem Tankschild
- Lieferbasis
- Beschaffung für eine konkrete Ladung und Route
Was wir vor einem Angebot wissen müssen
- Das Produkt, das befördert werden soll, mit Bezeichnung und gegebenenfalls UN-Nummer
- Die erforderliche Tankanweisung, falls Ihre Gefahrgut- oder Qualitätsabteilung sie vorgegeben hat
- Ob eine Beheizung (Dampf oder elektrisch) oder eine Isolierung nötig ist
- Die Route und das geltende Regelwerk (ADR/RID für Straße und Schiene, IMDG-Code für die See)
- Ob der Tank lebensmitteltauglich zertifiziert sein muss und mit welchen Nachweisen
- Ob Teilmengen befördert werden sollen — davon hängt ab, ob der Tank Schwallwände braucht
Was die Tankanweisung T11 verlangt
Für Gefahrgut ist jedem Stoff eine Anweisung für ortsbewegliche Tanks zugeordnet. T11 verlangt einen Mindestprüfdruck von 6 bar, die Standard-Mindestwanddicke, normale Druckentlastungseinrichtungen und — sofern Bodenöffnungen vorhanden sind — drei hintereinanderliegende, voneinander unabhängige Verschlüsse: eine selbstschließende innere Absperreinrichtung, eine äußere Absperreinrichtung und einen flüssigkeitsdichten Verschluss wie Blindflansch oder Schraubkappe.
Ein Tank nach einer strengeren Anweisung darf grundsätzlich auch Stoffe mit einer weniger strengen befördern, nicht umgekehrt. T14 etwa verlangt ebenfalls 6 bar, aber 6 mm Mindestwanddicke, eine der federbelasteten Druckentlastungseinrichtung vorgeschaltete Berstscheibe und überhaupt keine Bodenöffnungen — ein T11-Tank kann deshalb kein T14-Produkt aufnehmen.
Prüffristen und Tankschild
Tankcontainer unterliegen einem Prüfregime, das Trockencontainer nicht kennen. Nach den Vorschriften für ortsbewegliche Tanks, die ADR, RID und IMDG-Code gleichlautend übernehmen, wird ein Tank vor der ersten Inbetriebnahme geprüft, danach spätestens alle fünf Jahre (innere und äußere Untersuchung, in der Regel mit Wasserdruckprüfung) und in der Mitte dazwischen einer Zwischenprüfung unterzogen (innere und äußere Untersuchung, Dichtheitsprüfung und Funktionsprüfung der Bedienungsausrüstung). Die 2,5-Jahres-Prüfung darf bis zu drei Monate vor oder nach dem Stichtag stattfinden.
Ist eine Frist abgelaufen, darf der Tank weder befüllt noch zur Beförderung aufgegeben werden — unabhängig von seinem Zustand; ein vor Fristablauf befüllter Tank darf noch höchstens drei Monate befördert werden. Art und Datum der letzten wiederkehrenden Prüfung stehen auf dem Tankschild, der Rahmen trägt zusätzlich eine CSC-Plakette. Prüfen Sie beides vor dem Kauf, nicht erst vor der ersten Befüllung.
Füllungsgrad und Schwallwände
In einem teilbefüllten Tank schwappt die Ladung. Für flüssige Gefahrgüter mit einer Viskosität unter 2 680 mm²/s bei 20 °C darf ein ortsbeweglicher Tank nicht mit einem Füllungsgrad von mehr als 20 % und weniger als 80 % zur Beförderung aufgegeben werden, es sei denn, der Tankkörper ist durch Trenn- oder Schwallwände in Abschnitte von höchstens 7 500 Litern unterteilt. Solche Tanks tragen auf dem Tankschild das Symbol „S" hinter dem Fassungsraum.
Nach oben begrenzt die Wärmeausdehnung der Ladung den Füllungsgrad; berechnet wird er im allgemeinen Fall ausgehend von 97 %. Der Branchenverband ITCO empfiehlt, die 80/20-Regel auch bei nicht gefährlicher Ladung anzuwenden. Wer regelmäßig Teilmengen befördern will, sollte deshalb einen Tank mit Schwallwänden anfragen.
Beschaffung nach Bedarf
Tankcontainer führen wir nicht als Lagerware. Sie werden für eine konkret genannte Ladung und Route beschafft, und das Angebot nennt Tankanweisung und Prüfstatus, damit Ihre Fachabteilung beides prüfen kann, bevor Sie sich festlegen.
Typische Einsatzbereiche
Flüssige Chemikalien
Flüssige Lebensmittel
Kraft- und Schmierstoffe
Projektversorgung
Mehrfachmengen und Containerposten
