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Eine Containerlieferung ist eine schwere, lange und sperrige Fahrzeugbewegung, die mit einer genauen Platzierung endet. Ob sie gelingt, entscheidet sich größtenteils, bevor das Fahrzeug überhaupt gebucht ist.
Dieser Ratgeber zeigt die Lieferverfahren und Fahrzeuge, was jedes davon vom Grundstück verlangt und was die Kosten bestimmt — damit das richtige Fahrzeug von Anfang an feststeht und nicht erst am Liefertag.
Lieferung per Kipp-Lkw
Die Ladefläche wird schräg gestellt, und der Container gleitet nach hinten ab, während das Fahrzeug langsam vorfährt. Das ist das günstigste Verfahren und zugleich das mit dem größten Platzbedarf: Der Lkw muss in einer Flucht mit der Endposition rückwärts heranfahren und braucht hinter sich noch einmal die Containerlänge zum Abgleiten.
Planen Sie rund 25 m gerade, befestigte Zufahrt für 20 Fuß und rund 30 m für 40 Fuß ein, dazu Rangierfläche davor.
Container-Lieferung mit Kran-Lkw
Der Lkw steht neben der Endposition und hebt den Container mit dem aufgebauten Ladekran ab — im Handel oft einfach „HIAB“ genannt. Die Lieferung per Kran löst Grundstücke, auf denen nach hinten kein Platz zum Abgleiten ist, und kann eine Einheit über ein niedriges Hindernis wie einen Zaun oder eine Mauer heben.
Dafür braucht der Kran-Lkw Breite neben dem Stellplatz, tragfähigen Boden für die Abstützungen und freien Luftraum — Freileitungen und Äste verhindern mehr Kranlieferungen als alles andere. Die Tragkraft eines Ladekrans nimmt mit der Ausladung ab. Das Fahrzeug muss also wirklich nah heran, und ein 40-Fuß-Container bringt den Kran früher an seine Grenze als ein 20-Fuß-Container.
Muss der Kran-Lkw zum Abladen auf einer öffentlichen Straße oder dem Gehweg stehen, klären Sie das vorher mit der Gemeinde. Das Aufstellen eines Krans im öffentlichen Straßenraum gilt in der Regel als Sondernutzung und braucht eine Sondernutzungserlaubnis; für eine Absperrung oder ein befristetes Halteverbot ist zusätzlich eine verkehrsrechtliche Anordnung der Straßenverkehrsbehörde nötig. Berlin etwa führt Kranaufstellungen auf öffentlichen Straßen ausdrücklich als Sondernutzung. Die Vorlaufzeiten unterscheiden sich von Gemeinde zu Gemeinde — klären Sie das, bevor ein Liefertermin feststeht.
Seitenlader (Sideloader)
Ein selbstladender Auflieger hebt den Container mit zwei Hubarmen von der eigenen Ladefläche und setzt ihn neben dem Fahrzeug ab. Er braucht weniger Auslauf als ein Kipp-Lkw und weniger Ausladung als ein Ladekran, dafür aber Breite neben der gesamten Länge des Aufliegers.
Standard-Containerchassis ohne Entladetechnik
Ein normales Containerchassis trägt einen 40-Fuß- oder zwei 20-Fuß-Container, kann sie aber nicht selbst abladen. Es funktioniert nur, wenn vor Ort bereits ein Kran, ein Reachstacker oder ein ausreichend tragfähiger Gabelstapler den Container herunterhebt — also auf Betriebshöfen, Industriegeländen und Terminals, kaum an Privatadressen. Wenn Sie selbst abladen wollen, lesen Sie vorher Container abladen.
Abholung ab Depot
Sie schicken ein eigenes Fahrzeug zum Depot, in dem die Einheit steht. Insgesamt die günstigste Variante, wenn Sie ein geeignetes Fahrzeug und einen Fahrer haben, der die Ladung ordnungsgemäß sichern kann. Außerdem die schnellste, weil Sie nicht auf freie Transportkapazität warten.
Was die Kosten der Container-Lieferung bestimmt
Wir kalkulieren frei Lieferadresse: Der Transport steckt im Angebotspreis und kommt nicht nachträglich hinzu. Eine Lieferpauschale nennen wir nicht, weil die Entfernung nur einer von mehreren Faktoren ist:
- Abgangsdepot — gerechnet wird ab dem Depot, in dem die Einheit steht; das richtige Depot ist das mit dem niedrigsten Gesamtpreis frei Lieferadresse
- Fahrzeugtyp — Kran-Lkw und Seitenlader kosten mehr als ein Kipp-Lkw; ein Standardchassis ist am günstigsten, setzt aber Hebetechnik vor Ort voraus
- Zufahrt und Zeit vor Ort — enge Zufahrten, Wartezeiten und Umsetzen kosten Fahrerstunden
- Container pro Fahrt — zwei 20-Fuß-Container an dieselbe Adresse passen je nach Verfahren oft auf ein Fahrzeug
- Rückfahrt — der Lkw fährt meist leer zurück, und auch diese Strecke gehört zu den Kosten
- Genehmigungen und zweite Anfahrt — Sondernutzungserlaubnis, wo nötig, und jede erneute Anfahrt nach einer gescheiterten Lieferung
So lassen Sie einen Container liefern
Wie sich ein Preis frei Lieferadresse zusammensetzt, erklärt Container-Lieferung: Kosten. Damit die Lieferung selbst klappt:
- Strecke ausmessen — von der Straße bis zum Stellplatz: Länge der geraden Zufahrt, engste Breite, niedrigste Durchfahrtshöhe und Beschaffenheit des Untergrunds. Planen Sie für das größte Fahrzeug: Ein Sattelzug darf in Deutschland bis zu 16,50 m lang, 2,55 m breit und 4,00 m hoch sein.
- Verfahren passend zum Grundstück wählen — Kipp-Lkw bei ausreichend Auslauf, Kran-Lkw ohne Auslauf, Seitenlader bei viel Breite neben der Fahrspur.
- Stellplatz vorbereiten — ebene Auflagepunkte unter den Eckbeschlägen; die Varianten zeigt Container-Fundament.
- Genehmigungen klären — für den Container auf dem Grundstück (Container und Baugenehmigung) und für das Fahrzeug, falls es im öffentlichen Straßenraum stehen muss.
- Postleitzahl, Beschreibung der Zufahrt und ein Foto mit der Anfrage schicken, damit das richtige Fahrzeug angeboten wird.
- Am Liefertag vor Ort sein, um die Platzierung anzuweisen, die Einheit zu prüfen und den Empfang zu quittieren.
Woran Container-Lieferungen scheitern
Eine Fehlanfahrt wird berechnet, weil Fahrzeug und Fahrer gebunden waren. Die Fragen zur Zufahrt in der Anfrage sorgfältig zu beantworten, spart deshalb echtes Geld.
- Weicher Untergrund — mit Abstand die häufigste Ursache. Das beladene Fahrzeug sinkt ein, und die Lieferung ist beendet.
- Hindernisse von oben — Leitungen, Äste und Vordächer auf dem letzten Stück der Zufahrt
- Parkende Autos — eine Strecke, die bei der Besichtigung frei war und am Liefertag zugeparkt ist
- Torbreite und Kurvenradien — am Tor gemessen, die enge Ecke davor vergessen
- Niemand vor Ort — keiner, der die Platzierung anweist oder den Empfang quittiert